
FAQ – Breathwork & Retreats
Allgemeine Fragen zu Breathwork
// Wie lange praktizierst du schon Breathwork Tabea?
Ich selbst habe 2004 mit Breathwork insbesondere dem Holotropen Atmen begonnen und bereits unzählige Sessions erlebt. Von der ersten Session an war ich begeistert und wollte, dass die ganze Welt von diesem kraftvollen "Tool" erfährt. Bis für mich der richtige Moment für einen Ausbildung gekommen ist, hat es allerdings bis zum Jahr 2021 gedauert. Seit 2022 teile ich mein Wissen und meine Erfahrung mit anderen Menschen. Ich praktiziere selbst regelmäßig und besuche einmal im Jahr eine Intensiv-Woche.
// Wie läuft eine Breathwork Session ab?
Zu Beginn gibt es eine Einführung, damit du verstehst, wie die Atemsession abläuft und worauf du achten kannst. Du kannst natürlich auch Fragen stellen. Danach folgen vorbereitende Atemübungen und die geführte Atemreise, begleitet von Musik und Stimme. Je nach Methode, wirst du zu einem bestimmten Thema durch die einzelnen Runden geleitet (z. B. Psychedelic Breath®) oder ohne viel sprachliche Anleitung durch den freien Prozess geführt (z. B. Holotropes Atmen). Anschließend gibt es Zeit zum Nachspüren und Integrieren der Erfahrung. Zum Schluss kann man seine Erfahrung mit den anderen Teilnehmenden teilen, wenn man möchte und sich austauschen. Das teilen der eigenen Eindrücke ist sehr wertvoll für alle.
// Kann ich ohne Vorerfahrung an einer Breathwork Session teilnehmen?
Ja. Du brauchst keinerlei Vorerfahrung. Die meisten Menschen besuchen ihre erste Session ohne vorher jemals bewusst mit dem Atem gearbeitet zu haben. Du wirst Schritt für Schritt angeleitet und kannst die Intensität jederzeit an dein eigenes Atemtempo anpassen. Es geschieht also nichts, was du nicht möchtest. Du kannst ganz entspannt starten.
// Was sollte ich vor einer Breathwork Session beachten?
Es ist hilfreich, vorher nur leicht zu essen und ausreichend Wasser zu trinken. Bequeme Kleidung (Frauen am besten nur einen sehr weichen BH, der tiefes Atmen ermöglicht) erleichtert deine Erfahrung. Es kann einem sehr warm aber auch sehr kalt werden, dass ist ganz unterschiedlich. Daher empfehle ich den "Zwiebellook". Vor der Session solltest du außerdem mögliche gesundheitliche Einschränkungen oder Kontraindikationen mitteilen.
// Wie oft kann man Breathwork praktizieren?
Das hängt von deinen Bedürfnissen ab. Manche Menschen integrieren kurze Atemsessions täglich in ihren Alltag, andere besuchen regelmäßig ein bis zwei Sessions im Monat oder wieder andere buchen einmal im Jahr ein Intensiv-Retreat.
// Was macht einen guten Breathwork Coach aus?
Eine jahrelange eigne Erfahrung sollte dieser Arbeit vorausgegangen sein, um die möglichen emotionalen Reaktionen und Prozesse bereits selbst erfahren und durchdrungen zu haben. Wichtig sind zudem ein gewisses Fachwissen über Atmung und Nervensystem sowie Empathie. Ein guter Breathwork Coach schafft einen sicheren Raum, in dem du dich gesehen und gehalten fühlst. Gute Begleitung bedeutet nicht, jemanden zu pushen, sondern Menschen achtsam durch ihre eigene Erfahrung zu führen.
// Woran erkenne ich ein seriöses Breathwork Angebot?
Ein seriöses Angebot informiert transparent über Ablauf, mögliche Kontraindikationen und die Art der Atemtechnik. Es gibt Raum für Fragen und einen achtsamen Umgang mit emotionalen Prozessen. Es wird vor der Session erfragt, ob körperliche Berührung für dich in Ordnung ist. Wichtig ist außerdem, dass du dich sicher und respektiert fühlst.
// Was ist der Unterschied zwischen Breathwork und Atemübungen?
Atemübungen aus der Atemtherapie oder auch aus dem Yoga (Pranayama) haben andere Aufgaben und Ziele als Breathwork. Es gibt verschiedene Übungen zur Verbesserung des Atemmusters, zur Vertiefung des Atems, zur Regulierung von Überatmung, zur Beruhigung des Nervensystems oder zur Steigerung der Lebensenergie, zum Ausgleich von Energien und zur inneren Reinigung. Breathwork Methoden hingegen dienen der Selbsterfahrung und bieten die Möglichkeit von bewusstseinserweiternden Erfahrungen.
Emotionale Prozesse
// Warum beeinflusst Atmung unsere Emotionen?
Emotionen und Atmung sind eng miteinander verbunden. Stress, Angst oder Freude verändern automatisch unseren Atemrhythmus. Umgekehrt kann bewusste Atmung auch unsere innere Stimmung beeinflussen. Das intensive Atem kann Zugang zu Gefühlen schaffen, die lange unterdrückt wurden. Dadurch können Emotionen wie Freude, Traurigkeit, Wut oder Erleichterung spürbar werden.
// Was passiert, wenn während einer Session starke Gefühle auftauchen?
Das ist bei intensiver Atemarbeit nicht ungewöhnlich. Durch bewusstes Atmen können Emotionen, Spannungen oder Erinnerungen spürbar werden, die im Alltag oft unterdrückt werden. Du wirst dabei begleitet und darfst jederzeit Pausen machen oder die Intensität verändern. Wenn wir uns erlauben in einer Breathwork-Session unterdrückte und im Körper gespeicherte Emotionen noch einmal bewusst zu fühlen, dann können wir oft mit diesem Thema abschließen und es aus unserem System verabschieden.
// Kann Breathwork emotionale Blockaden lösen?
Viele Menschen erleben durch Atemarbeit mehr emotionalen Fluss und innere Beweglichkeit. Wissenschaftlich lässt sich das nicht pauschal messen, die subjektive Erfahrung vieler Teilnehmer beschreibt jedoch oft ein Gefühl von Erleichterung oder Befreiung.
// Wie fühlt man sich nach einer Breathwork Session?
Das ist sehr unterschiedlich. Manche Menschen fühlen sich ruhig und entspannt, andere voller Energie oder emotional bewegt. Häufig entsteht mehr innere Klarheit, Weite oder Verbundenheit mit sich selbst. Es kann das Gefühl entstehen an etwas Höheres angebunden zu sein.
// Kann Breathwork Stress und Angst reduzieren?
Bewusste Atmung kann das Nervensystem beeinflussen und vielen Menschen helfen, Stress abzubauen und mehr innere Ruhe zu finden. Einige Atemtechniken fördern gezielt Entspannung und Körperwahrnehmung.
// Kann Breathwork helfen, wieder mehr mit sich selbst in Kontakt zu kommen?
Viele Menschen erleben genau das. Durch bewusstes Atmen entsteht oft mehr Wahrnehmung für Gefühle, Bedürfnisse und innere Zustände, die im hektischen Alltag leicht übergangen werden. Breathwork kann helfen, sich wieder verbundener, klarer und lebendiger zu fühlen.
Wirkung & Wissenschaft
// Ist Breathwork wissenschaftlich untersucht?
Es gibt zunehmend wissenschaftliche Forschung zu Atemarbeit, insbesondere zu Stressregulation, Nervensystem, Achtsamkeit und emotionalem Wohlbefinden. Da das empfinden sehr individuell ist Gleichzeitig sind nicht alle Breathwork-Methoden umfassend erforscht.
// Was bedeutet High Ventilation Breathing (HVB)?
Bei vielen Breathworktechniken wird über einen bestimmten Zeitraum schneller und intensiver geatmet - also mit erhöhter Atemfrequenz und größerem Atemvolumen. In wissenschaftlichen oder physiologischen Zusammenhängen wird dies häufig als "High Ventilation Breathing" beschreiben oder auch von „Hyperventilation“ oder „voluntary hyperventilation“ gesprochen.
// Welche körperlichen Symptome können beim Breathwork auftauchen?
Durch das intensive Atmen verändert sich unter anderem der Kohlendioxid-Gehalt im Blut. Dadurch können körperliche Empfindungen wie Kribbeln, Schwindel, Wärmegefühle oder emotionale Reaktionen auftreten. Deshalb sollten intensive Atemtechniken bewusst und achtsam und nur unter Anleitung eines Erfahrenen Breathwork Coaches praktiziert werden.
// Ist Breathwork eher wissenschaftlich oder spirituell?
Breathwork kann sowohl körperlich und wissenschaftlich betrachtet als auch als bewusste innere Praxis erlebt werden. Viele Menschen nutzen Atemarbeit zur Stressregulation oder emotionalen Balance, andere verbinden sie mit persönlicher Entwicklung, Meditation oder Spiritualität. Wie du Breathwork erlebst, ist sehr individuell.
// Wie wirkt Breathwork auf Körper und Nervensystem?
Die Atmung steht in direkter Verbindung mit dem autonomen Nervensystem. Bewusstes Atmen kann Stressreaktionen beeinflussen und dabei helfen, mehr Regulation und Entspannung zu erleben. Viele Menschen nutzen Atemarbeit, um Stress abzubauen und bewusster mit Belastungen umzugehen. Einige Studien zeigen, dass bestimmte Atemtechniken das subjektive Stressempfinden senken können.
// Warum ist Atmung so wichtig für unser Wohlbefinden?
Der Atem begleitet uns permanent und beeinflusst direkt unser Nervensystem, unsere Emotionen und unsere Energie. Oft verändert sich unser Atem unbewusst durch Stress oder Anspannung. Bewusstes Atmen kann helfen, wieder mehr Balance und Präsenz zu erleben.
// Hilft Breathwork bei Schlafproblemen?
Breathwork hat in der aktiven Phase eher einen energetisierenden Effekt. In der Integrationsphase am Ende tritt eine tiefe Entspannung ein. Es ist sehr individuell und von mal zu mal unterschiedlich, ob man anschließend müde ist oder vielleicht noch eine Zeit lang die gute Energie wahrnehmen kann.
Sicherheit & Kontraindikationen
// Gibt es Risiken oder Kontraindikationen bei Breathwork?
Ja. Bestimmte Atemtechniken sind leider nicht für jeden Menschen geeignet. Man sollte auf jeden Fall vorsichtiger sein und sich vorab mit dem Breathwork Coach in Verbindung setzen, wenn einer der nachfolgenden Punkte zutrifft:
* Herz-Kreislauf- oder Herzerkrankungen
* Unbehandelter Bluthochdruck
* Epilepsie oder Krampfanfälle
* Schlaganfall in der Vorgeschichte
* Schwere psychische Erkrankungen (z. B. Psychose, paranoide Störung)
* Klinisch diagnostizierte Angststörung / akute Panikattacken
* Kürzlich durchgeführte Operationen / frische Narben
* Glaukom (erhöhter Augeninnendruck)
* oder gefährdete Netzhaut
In der Schwangerschaft sollte auf keinen Fall intensives Breathwork praktiziert werden!
Online Breathwork Sessions
// Kann ich Breathwork auch online machen?
Ja. Online Sessions können auch sehr tiefgehend und wirkungsvoll sein. Allerdings empfehle ich sehr, es vorher ein oder mehrere male live auszuprobieren.
Wichtig ist, dass du dir einen ruhigen und ungestörten Platz suchst, eine stabile Internetverbindung und die Bereitschaft, dir bewusst Zeit für dich selbst zu nehmen.
Retreats
// Was ist der Unterschied zwischen einem Retreat und einem Urlaub?
Ein Urlaub dient ja vor allem der Erholung und "Ablenkung" vom Alltag. Ein Retreat geht tiefer. Es schafft einen bewussten Raum, um dir selbst zu begegnen, innezuhalten und neue Erfahrungen mit dir, deinem Körper und deinem Inneren zu machen. Natürlich darf auch ein Retreat leicht, schön und erholsam sein – gleichzeitig bewegt sich viel in dir, was noch nachwirkt.Manche Locations bieten auch einen Mix an aus Urlaub mit Gleichgesinnten (z.B. Yogis) und bieten dazu optinal Yoga und weitere Angebote an.
// Wie finde ich das passende Retreat für mich?
Achte darauf, welche Atmosphäre, Themen und Werte dich ansprechen. Manche Retreats sind eher ruhig und regenerativ bieten morgen einmal Yoga an und vielleicht am frühen Abend nochmal sanftes Yoga. Andere Retreats haben das Ziel gewohnte Routinen und Muster bewusst zu unterbrechen und sind intensiver und transformativ ausgerichtet und haben dann auch mehr Programm. Wichtig ist vor allen Dingen, dass du dich mit der Retreatleitung, dem Stil und dem Rahmen wohlfühlst.
// Ist ein Retreat auch für Alleinreisende geeignet?
Absolut. Viele Menschen reisen alleine zu Retreats. Oft entsteht dort schnell eine offene und wertschätzende Atmosphäre, in der echte Begegnungen möglich werden – ganz ohne Druck. Innerhalb kürzester Zeit werden dort fremde Menschen zu einer wunderbaren Gruppe. Wenn sich die Menschen öfter zu den gleichen Retreats wiederkehren, entstehen Freundschaften mit echtem Tiefgang.
// Was sagen Teilnehmer nach einem Retreat häufig?
Viele Menschen berichten von mehr Klarheit, innerer Ruhe, emotionaler Entlastung oder neuer Energie. Häufig entsteht auch das Gefühl, sich selbst wieder näher gekommen zu sein und bewusster durchs Leben zu gehen. Ein Retreat schenkt dir Raum für inneres Wachstum. Nach intensiven inneren Erfahrungen und Begegnungen mit netten Menschen hat alles im Alltag wieder mehr Sinn.
